Pushpak Vayu PuranaZurück WeiterNews

1.50. Die Unterwelt und der Lauf der Sonne

Der Suta sprach:
Versteht nun auch das Ausmaß über und unter der Erde auf rechte Weise! Die fünf Elemente von Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum werden als unendliche primäre Elemente erklärt, die alles durchdringen. Die Erde ist die Mutter aller Lebewesen. Und sie wird Dhara genannt, soweit sie alle Lebewesen erhält. Sie ist von vielen Ländern mit vielen Städten und Wohnorten übersät. Sie besitzt viele Flüsse, Kämme und Berge und ist mit allen Arten von Menschen gekrönt. Deshalb wird diese unvergleichlich große Göttin Erde auch als unendlich gepriesen. Das Wasser findet man überall in den Flüssen, Ozeanen, Brunnen und Quellen sowie auf Bergen, im Himmel und in den Tiefen der Erde. Deshalb sollte man auch das Wasser als unendlich betrachten. In gleicher Weise durchdringt das Feuerelement alle Welten und gilt als unendlich, allgegenwärtig und alldurchdringend. So kennt man auch den Raum als grenzenlos und als eine freundliche Stütze aller Dinge, die darin enthalten sind. Der Wind wird aus dem Raum geboren, und die Erde aus dem Wasser. Sie wird aus dem Waser gehoben und schwimmt im Wasser. Der Raum ist oben und die Erde unten im Wasser. In dieser Weise entstehen die Elemente in endlosen Entwicklungszyklen und sind damit unendlich. Wisset, daß dies von den Göttern klar und deutlich verkündet wurde. Diese Entwicklung vom Raum bis zum Wasser und der Erde sollte man gut kennen, denn sie bestimmt die sieben Welten unter der Erde, die man Rasatala (Unterwelt) nennt. Diese Unterwelt erstreckt sich über 10.000 Yojanas pro Welt. Jede dieser Welten wurde von den Heiligen ausführlich erklärt. Die erste Unterwelt heißt Atala. Darunter liegt Sutala, und darunter dehnt sich Vitala weit aus. Dann folgen Gabhastala, Mahatala, Sritala und Patala als siebente Welt. Der Boden der ersten Unterwelt ist schwarz, und die darunter liegenden sind entsprechend weiß, rot, gelb, sandfarben, steingrau und golden.

In der ersten Unterwelt steht der Palast des Dämon Namuchi, der ein großer Feind von Indra ist. Hier sind auch die Wohnstätten der Dämonen Mahanada, Shankukarna und Kabandha zu finden, die Stadt von Nishkulada voll lustiger Bewohner, die Wohnstätten der Rakshasas Bhima und Shuladanta, der Lohitakshas und Kalingas sowie der Schlangen Shvapada, Dhananjaya, Nagendra, Kaliya und Kalasa. Und zweifellos gibt es in dieser ersten Unterwelt mit schwarzem Boden noch tausende weitere Städte von Schlangen, Dämonen und Rakshasas.

Oh ihr Brahmanen, in der zweiten Unterwelt namens Sutala befindet sich die Stadt des ersten Herrn der Dämonen und Rakshasas namens Mahajambha sowie die Paläste von Hayagriva, Krishna und Nikumbha, die Städte der Dämonen Shankha, Gomukha, Nila, Megha, Krathana, Kurupada, Mahosnisha und Kambala sowie der Nagas Asvatara und Takshaka, dem hochbeseelten Sohn von Kadru. Darüber hinaus gibt es zweifellos in dieser zweiten Unterwelt mit dem weißen Boden noch tausende andere Städte der Schlangen, Dämonen und Rakshasas.

In der dritten Unterwelt (Vitala) befinden sich die berühmten Städte der hochbeseelten Daitya-Könige Prahrada und Anuhrada, die Dämonen-Städte von Taraka, Trishiras und Shishumara voller Tumult, Freude und wohlgenährter Bewohner, die Rakshasa-Städte von Chyavana, Kumbhila, Khara und des feuerspeienden Viradha sowie die Naga-Städte von Hemaka, Panduraka, Manimantra, Kapila, Nanda und Vishala mit ihren Palästen. Und zweifellos gibt es in dieser dritten Unterwelt mit gelbem Boden noch tausende andere Städte der Nagas, Dämonen und Rakshasas.

In der vierten Unterwelt (Gabhastala) stehen die Städte von Kalanemi, dem Löwen unter den Dämonen, Gajakarna und Kunjara sowie die großen Rakshasas-Städte von Sumali, Munja, Lokanatha, Vrikavaktra und Vainateya. Letztere erstreckt sich über tausende Yojanas und ist mit vielen Vögeln geschmückt. All diese sind in der vierten Unterwelt. (Oder: In dieser vierten Unterwelt gibt es auch eine große Stadt von Garuda, die sich über tausende Yojanas erstreckt und von vielen Vögeln bewohnt ist.)

Der Boden der fünften Unterwelt (Mahatala) ist mit Sand und Kies bedeckt. Hier befinden sich die Dämonen-Städte vom klugen Daitya-König Virochana, von Vaidurya, Agnijihva und Hiranyaksha, die Rakshasa-Städte von Vidyujjihva, Mahamegha und Malin sowie die Städte der Schlangen Karmara, Svastika und Jaya. So gibt es in der fünften Unterwelt noch tausende weitere Städte der Dämonen, Rakshasas und Schlangen. Das sollte man für immer wissen.

In der sechsten Unterwelt (Sritala) mit felsigem Boden stehen die vorzüglichen Dämonen-Städte von Kesari, Suparvan, Suloman und Mahisha, die Stadt des edlen Rakshasa-Königs Utkrosha, wo auch Shatashirsa, der Sohn von Surama, voller Freude lebt, die Stadt des Schlangenkönigs Vasuki, der ein Sohn von Kasyapa ist, sowie tausende weitere Städte berühmter Dämonen, Rakshasas und Schlangen.

Und in der siebenten und tiefsten Unterwelt namens Patala steht die Stadt des Dämonenkönigs Vali, die voller Wohlstand und freudiger Frauen und Männer ist. Hier leben zahllose Dämonen, Schlangen und andere Feinde der Götter. In gleicher Weise gibt es hier auch die große Stadt von Muchukunda und tausende weitere große und gedeihende Städte der Dämonen, Rakshasas und Schlangen voller Trubel und Reichtum.

Oh ihr führenden Brahmanen, im Grunde von Patala lebt der höchst strahlende Schlangenkönig Sesha an einem Ort, der sich über viele Yojanas erstreckt. Er hat Augen wie der rote Lotus, ist hochbeseelt und frei von Alter und Tod. Seine Farbe ist so weiß wie das Innere einer Muschelschale. Er trägt blaue Kleider, hat starke Arme und einen gewaltig großen Körper. Er ist höchst strahlend und mächtig, trägt bunte Girlanden, hat tausend Gesichter bzw. Hauben so strahlend und funkelnd wie goldene Berge, ist mit herrlichen Ohrringen geschmückt, erscheint wie der Berg Kailash und ist von Ringen aus Flammen umgeben, weil seine Zungen den Glanz von loderndem Feuer entsenden. Mit einem hellen Schein ringsherum und dem Funkeln von zweitausend Augen, so leuchtend wie die aufgehende Sonne, erstrahlt er in größter Herrlichkeit. Er trägt die Farbe des Mondes oder der Jasmin-Blüte. Seine Perlenkette funkelt wie die Strahlen der Mittagssonne über dem Gipfel des weißen Sweta-Berges. Er ist so herrlich wie ein König und so furchterregend wie ein Asket mit verfilzten Haaren. Im Liegen und im Sitzen gleicht er einem Berg mit tausend Gipfeln, der über die ganze Erde ausgebreitet ist. Er ist der höchst strahlende Herr der Nagas und wird von gesegneten Nagas mit großer Stärke und gewaltigen Körpern bedient. Er ist die Shakti von Vishnu in Gestalt einer Schlange. Und er ist die letzte untere Grenze der Unterwelt, denn er trägt die ganze Erde.

Damit habe ich die sieben Unterwelten erklärt, soweit sie zu erklären sind. Sie sind stets von Göttern, Dämonen, Rakshasas und Schlangen bewohnt. Jenseits davon ist vollkommene Dunkelheit, die nicht einmal von den heiligen Siddhas und Charanas durchquert werden kann. Was dort ist, ist ohne Eigenschaften und nicht einmal von den Göttern erkennbar. Oh ihr vorzüglichen Brahmanen, das ist die Großartigkeit von Erde, Feuer, Wasser, Wind und Raum, wie sie von den Heiligen erklärt wird. Daran sollte man nicht zweifeln.

Nun werde ich im Folgenden die Rotation der Sonne und des Mondes beschreiben. Sie befinden sich mit ihrer Scheibe im Raum und strahlen in ihrem Glanz, solange sie sich bewegen. Der Bereich, den die Strahlen von Sonne und Mond erleuchten, ist immer die halbe Erde mit ihren sieben Ozeanen und Kontinenten. Die andere Hälfte liegt dann im Dunkeln. Dabei bedeckt der Himmel immer die ganze Erde. Indem sich die Sonne im Kreis dreht, erleuchtet und beschützt sie die drei Welten. Und weil sie erleuchtet und beschützt, wird sie auch „Ravi“ („Erleuchter“) genannt. So heißt die Erde auch „Mahi“, weil sie groß ist und verehrungswürdig.

Ich werde nun die Größen von Sonne, Mond und Erde nennen. Die Sonne hat den gleichen Durchmesser wie die Breite des Bharata-Varsha, nämlich 9.000 Yojanas, und ihr Umfang ist entsprechend dreimal so groß. (Dann müßte bezüglich der heute sichtbaren Größe der Abstand vom irdischen Beobachter ca. 1.000.000 (1000000) Yojanas betragen: = Sonnendurchmesser/Sonnenabstand*9.000) Die Mondscheibe ist doppelt so groß wie die Sonnenscheibe. (Dann müßte der Mond ca. 2.000.000 (2000000) Yojanas entfernt sein, weil er ungefähr die gleiche sichtbare Größe wie die Sonne hat.)

Hört nun über die Größe der Erde mit ihren sieben Kontinenten und Ozeanen. Ihr Durchmesser und Umfang wird in den Puranas auf rechte Weise (bzw. symbolisch) berechnet. Ich erkläre dies, nachdem ich mich vor den gegenwärtig führenden Göttern verneigt habe. Die Götter kommen und gehen mit verschiedenen Namen und Formen und sind doch immer die gleichen. So erkläre ich diesen Kosmos und was im Himmel geschieht mit der Gunst der gegenwärtigen Götter. Das ganze Weltall (das Welten-Ei) hat einen Durchmesser von 500.000.000 (500000000) Yojanas (=5.000 Lakh), und der Radius vom Mittepunkt des Meru nach allen Seiten beträgt entsprechend die Hälfte davon. Der Radius der Erde zum Mittelpunkt des Meru beträgt 18.950.000 (18950000) Yojanas. (=189.5 Lakh, der Radius bis zum äußeren Rand des Plaksha-Dvipa. Darüber hinaus gibt es nur noch reines Wasser und das goldene Land. Es ist also das Ende der festen Erde. Siehe auch Grafik in Kapitel 1.49.) Hört nun den Durchmesser der Erde mit all ihren Ozeanen und Kontinenten. Der Durchmesser in jede Richtung beträgt 37.900.000 (37900000) Yojanas (2x189.5=379 Lakh), und der Umfang ist entsprechend dreimal so groß, also 113.700.000 (113700000) Yojanas. Damit habe ich die Ausmaße der Erde erklärt.

Die Oberfläche der runden Erde steht in Verbindung mit der Sphäre der Sterne am Firmament. Bezüglich des Umfangs ist das Firmament genau so groß wie die Erde. Und den gleichen Umfang haben auch alle sieben Welten (die Lokas von Bhur bis Satya). Die höheren Welten spannen sich übereinander wie Schirme und sind von vielen Wesen belebt. So habe ich den Topf des Welten-Eis erklärt. In diesem Ei befindet sich die Erde mit ihren sieben Kontinenten und sieben Welten (Lokas) von Bhur, Bhuvar, Swar, Mahar, Jana, Tapa und Satya. Diese sieben Welten in Form von Schirmen stützen sich durch ihre subtilen Hüllen, die übereinander jeweils zehnmal größer sind. Sie wurden mit verschiedenen Eigenschaften geschaffen und stützen die sieben Welten. Um das Welten-Ei herum ist subtiles Wasser, und dieses Wasserelement stützt das Welten-Ei mit der Erde. Um das Wasser befindet sich das subtile Feuerelement, um das Feuer das subtile Windelement und um den Wind das subtile Raumelement, die gemeinsam das Welten-Ei umgeben und halten. Um den Raum befindet sich das Ichbewußtsein, um das Ichbewußtsein die universale Intelligenz (Mahat) und um die universale Intelligenz die unendliche unverkörperte Natur (Prakriti), die unvergänglich ist (siehe Grafik in Kapitel 1.49).

Bevor ich die Bewegung der Leuchtkörper erkläre, werde ich nun die Städte der Beschützer der Himmelsrichtungen aufzählen. Im Osten des Meru befindet sich auf der Manasa-Bergkette (im Pushkaradvipa) die heilige Stadt Amaravati von Indra voll jeglichem Reichtum und so strahlend wie Gold. Im Süden des Meru lebt Yama, der Sohn des Sonnengottes, auf dem Manasa in seiner Stadt Samyamana. Im Westen des Meru liegt auf dem Manasa sie schöne Stadt Sukha des klugen Varuna. Und im Norden des Meru liegt auf dem Manasa die Stadt Vibhavari von Soma (dem Mondgott), die der Stadt von Indra vergleichbar ist. So sind auf der Manasa-Bergkette in allen vier Himmelsrichtungen die Schutzgötter Indra, Yama, Varuna und Soma aufgestellt, um die Tugend zu bewahren und die Welten zu beschützen.

Versteht nun auch die Bewegung der Sonne über den Beschützern der Welten. Die Sonne bewegt sich wie ein abgeschossener Pfeil in ihrem südlichen Lauf, dreht sich beständig und nimmt alle Leuchtkörper am Firmament auf ihre Reise mit. Wenn die Sonne (im Osten) über Amaravati im Zenit steht, spricht man (im Süden) in der Stadt Samyamana, wo der Sohn vom Sonnengott lebt, vom Sonnenaufgang, und (im Westen) in der Stadt Sukha, wo Varuna wohnt, ist Mitternacht. Und wenn die Sonne in Samyamana im Zenit steht, dann sieht man sie in Sukha, der Stadt von Varuna, gerade aufgehen. Und wenn in Vibhavari (im Norden) Mitternacht ist, dann geht die Sonne in Amaravati, der Stadt von Indra, (im Osten) gerade unter, und im Südosten ist Nachmittag, im Süden Mittag, im Südwesten Vormittag, im Westen Sonnenaufgang, im Nordosten die erste Hälfte der Nacht und im Nordwesten die letzte Hälfte der Nacht. Auf diese Weise wandert die Sonne von einer Stadt zur anderen. Wenn in Sukha Mittag ist, geht sie in Vibhavari gerade auf, in Amaravati ist Mitternacht, und in Samyamana geht sie gerade unter. Wenn es in Vibhavari, der Stadt des Mondes, Mittag ist, dann geht sie in Amaravati gerade auf, in Samyamana ist Mitternacht und in Sukha, der Stadt von Varuna, geht sie gerade unter. So dreht sich die Sonne wie ein Feuerball schnell im Kreis durch die vier Städte, geht auf und unter und läßt die Sterne und Planeten kreisen. Am Nachmittag und Vormittag wärmt sie mit ihren Strahlen zwei Städte der Götter und zum Mittag heizt sie eine auf. So nimmt die Erwärmung nach dem Sonnenaufgang bis zum Mittag zu und am Nachmittag wieder ab bis zum Sonnenuntergang.

Wo Osten und Westen ist, erkennt man am Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Die Sonne erhellt die Welt nach vorn genauso wie nach hinten und nach allen Seiten. Wenn die Leute die Sonne an einem Ort aufgehen sehen, sprechen sie von Sonnenaufgang, und wo sie untergeht von Sonnenuntergang. Der Meru befindet sich überall immer im Norden und der Lokaloka-Berg im Süden. (Das würde heißen, der Meru gilt überall als Nordpol und der Lokaloka als Südpol, wie auf einer Kugel-Erde.) Während der Nacht ist die Sonne weit weg, und ihre Strahlen werden von der Erde verdeckt, so daß sie von diesem Ort aus nicht gesehen werden kann. In gleicher Weise wie die Sonne sollte man das Auf- und Untergehen der Sterne und Planeten entsprechend ihrer Höhe kennen. Das Feuer leuchtet hell, Wasser ist durchsichtig, und die Erde wirft dunkle Schatten. Und weil die Sonne beim Aufgang weit entfernt ist, sind ihre Strahlen noch sehr schwach, haben wenig Hitze und deshalb eine rote Farbe. Wo auch immer man die Sonne auf ihrer Bahn sehen kann, ist sie 1.000 Yojanas hoch (im Brahmanda-Purana steht hier 100.000, (100000) siehe auch Vishnu Purana 2.8, praktisch müßten es entsprechend der angegebenen Größe 1.000.000 (1000000) sein).

Wenn die Sonne untergeht, geht ihre Strahlkraft teilweise in das Feuer ein. Deshalb sieht man das Feuer in der Nacht viel heller und von viel größerer Entfernung. Und wenn die Sonne wieder aufgeht, geht die Strahlkraft des Feuers wieder zurück in die Sonne, vereint sich dort mit dem Rest ihrer Strahlkraft und läßt die Sonne beim Aufgehen um so heller erscheinen. Und so strahlt sie über den ganzen Tag. Auf diese Weise vereinen sich Licht und Wärme von Sonne und Feuer und erhalten die Welt im Wechsel von Tag und Nacht. Wenn die Sonne in der südlichen oder nördlichen Erdhälfte aufgeht, geht die Nacht ins Wasser ein. Deshalb erscheint das Wasser am Tag dunkler, weil die Nacht darin ist. Und wenn die Sonne untergeht, geht das Tageslicht ins Wasser ein. Deshalb erscheint das Wasser in der Nacht hell, weil das Tageslicht eingegangen ist (Meeresleuchten?). Auf diese Weise gehen in der südlichen und nördlichen Erdhälfte während des Sonnenauf- und -untergangs Tag und Nacht in das Wasser ein.

Der Tag ist die Zeit des Lichtes und die Nacht die Zeit der Dunkelheit. So ist der Tag von der Sonne abhängig, während die Dunkelheit jenseits davon existiert. Wenn die Sonne durch den Himmel wandert, legt sie 1/30 des Umfangs in einem Muhurta zurück (die indische Stunde mit 48min). Das sind 3.150.000 (3150000) Yojanas in einem Muhurta. So legt sie über einen ganzen Tag insgesamt 94.500.000 (94500000) Yojanas zurück. (Das entspricht einem Durchmesser von 31.500.000 (31500000) = 315 Lakh, genau dort, wo die Bergkette Manasa im Pushkaradvipa liegt. Hier sollte man also den Äquator vermuten.) Im Monat Magha erreicht die Sonne ihre südliche Grenze (den südlichen Wendekreis zur Wintersonnenwende). Wenn sie aus dem Süden zurückkehrt, durchquert sie das Frühjahrs-Äquinoktium (die Tagundnachtgleiche am Äquator) und geht zum nördlichen Wendekreis am Ufer des Milchozeans. Hört nun den Durchmesser der Zone, die auf dem Weg zum Äquinoktium durchquert wird. Er beträgt 38.100.000 (38100000) Yojanas (381 Lakh, vermutlich der südliche Wendekreis). Im Monat Shravana (zur Sommersonnenwende am nördlichen Wendekreis) durchquert die Sonne in ihrem nördlichen Lauf das nördliche Ufer des sechsten Kontinents Sakadvipa (bzw. des siebenten Kontinents Plakshadvipa). Den Durchmesser dieser nördlichen Zone haben die Brahmanen auf 23.800.000 (23800000) Yojanas (238 Lakh) berechnet.

(Die Monatsnamen sind zunächst etwas verwirrend, denn heute geht der Monat Magha vom 21.1.-19.2. und Shravana vom 23.6.-22.9. Aber diese Monate orientieren sich an den Sternbildern und verschieben sich aufgrund der Präzession ungefähr um 1° (ca. 1 Tag) in 72 Jahren. So wäre vor ca. 4.320 Jahren (60*72) die Wintersonnenwende Ende Magha gewesen, das Frühjahrs-Äquinoktium Ende Mesha, die Sommersonnenwende Ende Shravana und das Herbst-Äquinoktium Ende Tula. Mesha und Tula werden weiter unten im Text noch erwähnt. Man könnte also vermuten, daß dieser Text entsprechend alt ist.)

Die nördliche Bahn (im Sommerhalbjahr) heißt Nagavithi und die südliche Bahn (im Winterhalbjahr) Ajavithi. Wenn sich die Sonne in den Konstellationen Mula, Purvasadha und Uttarasadha erhebt, spricht man von Ajavithi. Und wenn sie sich in den drei Konstellationen nach Abhijit (Mrigashira, Arudra und Punarvasu?) erhebt, spricht man von Nagavithi. Ich werde nun die Entfernung zwischen den beiden Bereichen nennen. Sie beträgt 3.103.333 (3103333) Yojanas. Nun nenne ich auch den Abstand zwischen dem äußeren und inneren Wendekreis im Süden und Norden. Er beträgt 7.175.000 (7175000) Yojanas. Während des nördlichen Laufs (im Sommerhalbjahr) bewegt sich die Sonne auf den Bahnen im inneren Bereich und während des südlichen Laufs (im Winterhalbjahr) geht sie durch den äußeren Bereich. Das ist die Ordnung der Natur. Im nördlichen Lauf absolviert sie 180 Schritte (Umdrehungen bzw. Tage) und im südlichen Lauf ebenfalls. Jede Umdrehung ändert die Bahn um 21.221 Yojanas. Die Breite dieser Schritte ist aber veränderlich, und jeden Tag absolvierte die Sonne diese Schritte in der rechten Ordnung.

(Hier wird offensichtlich die Ekliptik mit den Wendekreisen beschrieben. Doch Text und Zahlen sind relativ unklar und lassen vermuten, daß diese Kosmologie bereits nicht mehr klar war, als die Puranas aufgeschrieben wurden. Die Differenz der oben genannten Wendekreise von 23,8 und 38,1 Mio. Yojanas zum Berg Manasa bzw. dem Äquator von 31,5 beträgt 7,7 und 6,6. Wenn man den Äquator auf 90° abbildet, wäre das ein nördlicher Wendekreis von 7,7/31,5*90=22,0° und ein südlicher von 6.6/31,5*90=18,9°. Das entspricht ungefähr der Breite von Pushkaradvipa. Der heutige Wendekreis beträgt ca. ±23,4°. Die lineare Tagesänderung der Bahn wäre dann 7.150.000 (7150000)/180=39.722 Yojanas, aber diese schwankt natürlich im Sinus-Lauf. Interessant ist der Äquator: Nach dem Bild in Kapitel 1.49 liegt der Lokaloka-Berg auf einem Durchmesser von 763 Lakh. Der Äquator wäre dann auf 762/2=381.5 Lakh, was ungefähr dem hier angenommenen südlichen Wendekreis von 381 Lakh entspricht. Betrachtet man aber als Äquator die Mansa-Bergkette, worüber angeblich die Sonne kreist, dann müßte man den Lokaloka auf 315*2=630 Lakh setzen, damit die nördliche und südliche Hälfte gleich groß ist. Damit würde sich das goldene Land von 128 auf 61.5 Lakh reduzieren, und man könnte sich folgendes Bild vorstellen:)

(Wenn man diese Wendekreise auf eine flache Transformation der Erdkugel im Jambudvipa abbildet, kommt man ungefähr auf folgendes Bild, das bezüglich des Äquators und der Wendekreise relativ real ist. Der Lokaloka-Berg, der im Text als Südpol beschrieben wird, würde dann der Antarktis entsprechen, und auch Indien liegt zumindest teilweise im Bharata-Varsha. Mit viel Phantasie könnte man den Nordpol mit Grönland als das weiße Land Swetavarsha deuten. Dann wäre Nordamerika das nördliche Kuru-Land, wo die Indianer lebten:-)

Und wie sich ein Töpferrad außen schneller bewegt als innen, so bewegt sich die Sonne auf ihrer südlichen Bahn auch schneller (im Winterhalbjahr und die Tage werden kürzer). In zwölf Muhurtas wandert sie durch dreizehneinhalb Mondhäuser während des Tages und absolviert die gleiche Entfernung während der Nacht in achtzehn Muhurtas. Und wie sich das Töpferrad auf inneren Bahnen langsamer bewegt, so bewegt sich die Sonne auf ihrem nördlichen Lauf (im Sommerhalbjahr) auch langsamer (und die Tage werden länger, obwohl sich das Töpferrad immer gleichschnell dreht). In achtzehn Muhurtas wandert sie durch dreizehneinhalb Mondhäuser während des Tages und absolviert die gleiche Entfernung während der Nacht in zwölf Muhurtas. Und wie sich der Tonklumpen in der Mitte des Töpferrades sehr langsam bewegt, so langsam bewegt sich der Polarstern (Dhruva) in 30 Muhurtas einmal im Kreis. Und wie der Tonklumpen in der Mitte des Rades bleibt, so bleibt auch der Polarstern im Zentrum. Damit bewegt sich die Sonne in den beiden äußeren Bahnen (scheinbar) unterschiedlich schnell am Tag und in der Nacht. Auf ihren nördlichen Bahnen (im Sommerhalbjahr) bewegt sie sich am Tag langsamer und in der Nacht schneller. Und auf ihren südlichen Bahnen am Tag schneller und in der Nach langsamer. Trennt man den Tag in zwei gleiche Hälften bewegt sich die Sonne (scheinbar) unterschiedlich schnell auf der einen und anderen Bahn.

Über den Beschützern der vier Himmelsrichtungen auf dem Manasa-Berg (der Ekliptik) kreist Agastya (der Stern Canopus auf -52°) im schnellen Lauf durch Tag und Nacht. Er ist der Beschützer südlich von Nagavithi (dem nördlichen Wendekreis) und nördlich von Lokaloka außerhalb des Vaishvanara-Pfades (zur Befreiung?). Die Sonne strahlt nach vorn, nach hinten und nach allen Seiten und erleuchtet die Erde bis nach Lokaloka. Dieser kreisförmige Berg ist über 10.000 Yojanas hoch, auf der einen Seite hell und auf der anderen dunkel. Sterne, Mond, Sonne und Planeten scheinen nur innerhalb von Lokaloka. Nur so weit geht die sichtbare Welt und nicht weiter. Jenseits davon ist völlige Dunkelheit. Der Lokaloka und jenseits davon ist das Eine, während diesseits die Vielfalt existiert. Auch die Sonne trägt die beiden Gegensätze von hell und dunkel, und so nennt man die Zeit zwischen Tag und Nacht Dämmerung (Sandhya). Während der Dämmerung erscheinen jeden Tag 30 Millionen Dämonen, um die Sonne zu verzehren und ewig zu leben. Sie bedrängen die Sonne sehr, und ein großer Kampf erhebt sich zwischen ihnen. Sie wurden aber von Brahma verflucht, zu sterben und täglich wiedergeboren zu werden. Deshalb sollten die vorzüglichen Brahmanen mit den Göttern und Brahma während den Dämmerungen eine Verehrung durchführen und Wasser verspritzen, das mit dem OM und Gayatri-Mantra geheiligt wurde. Dann wird das Wasser zum Donnerblitz, verbrennt die Dämonen, und die Sonne kann sich mit ihrem ganzen Glanz und unvergleichlicher Herrlichkeit und Macht auf 100.000 (100000) Yojanas erheben. Sie geht ihren Weg umringt von Brahmanen und den heiligen Valakhilyas, die das große Ziel erreicht haben.

Fünfzehn Nimeshas (Augenzwinkern ca. 0,2sek) bilden ein Kastha (3,2sek), dreißig Kashtas ein Kala (1,6min), dreißig Kalas ein Muhurta (48min) und dreißig Muhurtas einen Tag. Wenn Tag und Nacht auch unterschiedlich lang sind, die Zeit der Dämmerung ist immer ein Muhurta. Die drei Muhurtas nach Sonnenaufgang bilden den Morgen (Pratastana) als ein Fünftel der Tageshälfte. Die folgenden drei Muhurtas bilden den Vormittag (Sangava), die nächsten drei den Mittag (Madhyahna), die nächsten drei den Nachmittag (Aparahna) und die nächsten drei den Abend (Sayahna). Das sind die fünf Teile der fünfzehn Muhurtas des Tages. Wenn die Sonne im Äquinoktium steht, bestehen Tag und Nacht aus genau fünfzehn Muhurtas. Während die Sonne nach Norden wandert, werden die Tage länger und die Nächte kürzer, und während sie nach Süden wandert umgekehrt. Zuerst verschlingt der Tag die Nacht, und dann verschlingt die Nacht den Tag. Das Äquinoktium (die Tagundnachtgleiche) erscheint im Frühling und im Herbst.

Eine Woche des Mondes hat sieben Tage, zwei Wochen sind ein Paksha, zwei Pakshas ein Monat, zwei Monate eine Jahreszeit, drei Jahreszeiten ein Halbjahr und zwei Halbjahre ein Jahr. (Die folgenden Verse sind unklar:) Die Zeiteinheit Kastha besteht aus fünfzehn Nimeshas (Augenzwinkern). Dreißig Kasthas bilden ein Kala, und das besteht aus 160 Matras. Damit ist die Zeiteinheit Kala definiert. Es besteht aus neunundneunzig, dreißig, sechsunddreißig, zweiundsechzig oder dreiundzwanzig Matras. 40.870 Matras bilden die Zeiteinheit, die Vidyuti genannt wird. Um genau zu sein, sind es neunzig (statt siebzig). In Vaidhasamyuga (?) heißt es, daß es in einem Vidyuti nur vierhundert Matras gibt. Dies ist als Caramsa bekannt. Die Ursache ist Nalika (Ghatika = 24 Minuten).

Der Fünfjahreszyklus von Samvatsara kann auf vier verschiedene Arten berechnet werden (solar, lunar, stellar und im 30er-System). Die einzelnen Abschnitte können unterschiedliche Längen haben, aber der ganze Zyklus nicht. Der erste Abschnitt heißt Samvatsara, der zweite Parivatsara, der dritte Idvatsara, der vierte Anuvatsara und der fünfte Vatsara. Jeder kann in seiner Länge festgelegt werden.

120 Parvas (Halbmonate) sind ein Sonnen-Yuga, und 48 Yugas sind ein Udaya für die Sonne. Vierzig Ritus, zehn Halbjahre und sechzig Monate sind bezüglich der Sonne das gleiche (nämlich fünf Jahre). Dreißig Tage sind ein Monat für die Sonne. 61 Tage werden ein Danu (Vierteljahr) genannt und 183 Tage ein Bhuvana der Sonne (Halbjahr). Alle vier Arten der Berechnung, nämlich Saura (solar), Saumya (lunar), Nakshatra (stellar) und Savana (30er-System), sollten klar verstanden werden.

Im Norden der Sweta-Bergkette liegt Sringavan mit drei Gipfeln, die den Himmel zu berühren scheinen. Nur ein Weg führt zu diesem Berg. Seine Länge und Breite wurden bereits beschrieben. Der mittlere Gipfel im Osten ist golden, der südliche besteht aus Silber mit kristallenem Glanz und der vorzügliche Gipfel im Norden aus wertvollen Edelsteinen und Juwelen. Wegen dieser Gipfel ist der Berg unter dem Namen Sringavan berühmt. Am Tage der Äquinoktien im Frühling und Herbst bewegt sich die Sonne mit normaler Geschwindigkeit und erscheint weder schneller noch langsamer. Dann erreicht sie diesen Berg in der Nähe der Äquator-Linie und macht Tag und Nacht gleich lang. (Zumindest liegt der Sringavan im Jambudvipa ungefähr auf der Höhe des nördlichen Wendekreises und die Enden im Osten und Westen reichen bis zum Äquatorkreis.) Dann sind grünfarbige himmlische Pferde vor den großen Sonnenwagen gespannt, die von den Sonnenstrahlen umhüllt wie der rote Lotus erscheinen. Am Tage der Äquinoktien am Ende der Monate Mesha und Tula (März und September, zur Verschiebung der Monate, siehe oben) sind Tag und Nacht genau fünfzehn Muhurtas (12h) lang. Dann befindet sich (Ende Mesha) die Sonne im ersten Viertel des Sternbilds Krittika (Plejaden) und der Mond im vierten Teil des Sternbilds Visakha. Und wenn die Sonne (Ende Tula) den dritten Teil von Visakha durchquert, dann wisse, daß der Mond die Spitze von Krittika eingenommen hat. Das nennen die Heiligen die Äquinoktien, die man aufgrund der Position der Sonne und zeitlich über den Mond berechnet. Wenn Tag und Nacht gleich lang sind, dann ist ein Äquinoktium erreicht. Während dieser Tage sollte man den Ahnen opfern und die Brahmanen beschenken, denn die Brahmanen sind die Münder der Götter.

Aufgrund der Abweichungen der Kalas, Kasthas und Muhurtas gibt es Unaratras (6 zusätzliche Tage) und Adhikamasas (zusätzliche Schaltmonate). Der Vollmond ist von den zwei Arten Raka und Anumati, und der Neumond von den zwei Arten Sinivali und Kuhu (weil manche Mond-Monate 29 und andere 30 Tage haben). Die sechs Monate Magha, Phalguna, Chaitra, Vaishaka, Jyestha und Asadha sind die Monate, in denen die Sonne nach Norden wandert (wenn das Jahr heller wird). Shravana, Bhadrapada, Asvina, Karttika, Margasirsha und Pausha sind die Monate, in denen die Sonne nach Süden wandert (wenn das Jahr dunkler wird). Diese Monate bilden ein Jahr. Die fünf Jahre (des Fünfjahreszyklus) sind die Söhne von Brahma, aus denen die Jahreszeiten entstehen. Deshalb ist der Vollmond als Beginn der Parvan-Tage (Monatstage) bekannt. Darüber hinaus sollte man auch die Äquinoktien als bevorzugte Tage für die Götter und Ahnen kennen. Wer diese Tage kennt, wird bezüglich der Riten für die Götter und Ahnen nicht verwirrt sein. Die Äquinoktien sind für alle Menschen auf der Erde gleich.

Man sollte auch wissen, daß die Welten der Lokas so weit reichen, wie das Licht reicht. Das Ende der Welt wird Lokaloka (Welt-Nichtwelt) genannt, und auf der Mitte dieses Berges (zwischen Welt und Nichtwelt) befinden sich die Beschützer der Welt (die Lokapalas). Es sind vier edle Seelen, die bis zur universalen Auflösung existieren, nämlich der strahlende Vairaja, der gute und mitfühlende Kardama, der goldhaarige Parjanya und der entschlossene Ketuman. Sie stehen in den vier Himmelsrichtungen auf dem Lokaloka, frei von Gegensätzen, Stolz, Dienerschaft und sonstiger Abhängigkeit.

Der Sonnen-Pfad südlich des südlichen Wendekreises (-23°) und nördlich von Agastya (Canopus heute auf -52°) und jenseits des Vaishvanara-Pfades (der Befreiung?) wird Pitriyana (Väterweg) genannt. Diesen Pfad gehen die Heiligen, die mit Nachkommen gesegnet sind, die Feueropfer pflegen und den weltlichen Familienstamm fortsetzen. Zum Wohlergehen der Welt segnen sie die Werke der Lebewesen und handeln wie Opferpriester. Ihnen gehört der Väterweg. In jedem Zeitalter richten sie den Dharma (die Tugend und Gerechtigkeit) durch die Askese, Tugendhaftigkeit und Weisheit ihrer Nachkommen wieder auf. Sie werden immer wieder in den Stämmen geboren, wo sie zuvor gestorben sind. Durch diese Zyklen von Geburt und Tod sind sie bis zur Stunde der universalen Auflösung lebendig. Es gibt 80.000 heilige Hausväter, die diesen Väterweg der Sonne gehen. Sie gehen ihn, solange Mond und Sterne existieren. Sie sind sterblich, weil sie sich in die Welt verstricken, Anhaftung und Ablehnung pflegen, sexuelle Vereinigung suchen und die Freuden der Welt genießen. Diese Heiligen werden mit dem Wunsch nach Nachkommenschaft im Dwapara-Yuga geboren.

Der Sonnen-Pfad nördlich vom nördlichen Wendekreis (+23°) und südlich der Sieben Heiligen (Großer Wagen heute auf ca. +50°) heißt Devayana (der Götterweg). Hier wohnen die heiligen, unbefleckten und keuschen Siddhas, die sich der sexuellen Fortpflanzung enthalten und die Erde überwunden haben. Diese enthaltsamen Heiligen sind ebenfalls 80.000 an der Zahl. Sie gehen den nördlichen Pfad der Sonne und leben dort bis zur universalen Auflösung. Angesichts ihrer tugendhaften Ursachen haben sie die Unsterblichkeit erreicht, solange die Elemente existieren. Diese Unsterblichkeit erstreckt sich über das ganze Kalpa (den Schöpfungstag), solange die drei Welten bestehen. Sie müssen nicht in das Rad der weltlichen Existenzen (Samsara) zurückkehren, wo Glück und Leid herrschen, wo die Verdienstvollen Pferdeopfer durchführen und den Himmel erreichen, und die Sünder Brahmanen töten und in die Hölle stürzen. Man sagt, im Norden bzw. über der Region der Heiligen befindet sich der Ort von Dhruva (dem Polarstern). Das ist der strahlende Himmel von Vishnu. Wer diese Region erreicht (den Punkt, um den sich die ganze Welt dreht), wird von allen Sorgen und Leiden erlöst. Hier befinden sich Dharma, Dhruva und andere Heilige zum Wohle der Welt.


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