Pushpak Shiva-Purana Buch 10Zurück WeiterNews

Kapitel 2 - Upamanyus Aufzählung

Sanatkumar fuhr fort:
Als Krishna die Worte des weisen Upamanyu vernommen hatte, erhob sich die Hingabe in seiner Seele, und er sprach zum Heiligen:
Mein lieber Upamanyu, sei mir gnädig und erklär mir genau, wie auch andere den Herrn erfreuten und ihre Wünsche durch Shivas Gunst erfüllt bekommen haben.

Lobend antwortete Upamanyu:
Oh bester Nachkomme der Yadus, ich werde dir einige Verehrer aufzählen, deren Herzenswünsche durch die Besänftigung von Shiva erfüllt wurden. Bitte hör zu. Einst errang Hiranyakashipu die Herrschaft über die Götter für eine Million Jahre, denn der mondbekränzte Gott verlieh sie ihm. Sein hervorragender Sohn Nandana wurde sehr berühmt, denn er konnte dank Shivas Gnade den Gott Indra für 10.000 Jahre beherrschen. In einer Schlacht gegen ihn waren Indras Donnerblitz und Vishnus Diskus ganz und gar wirkungslos und wurden zerschmettert. Die Tugend des klugen Graha ließ an seinem Körper alle Waffen zerschellen, als ihn die Götter bekriegten. Auch große Dämonen konnten die Götter besiegen, wenn Shiva ihnen die Macht dazu verlieh. Vidyutprabha herrschte über die Welten für 100.000 Jahre, denn er stellte Shiva zufrieden. Außerdem segnete ihn der Herr der Welten mit zehn Millionen Nachkommen und versprach: „Du wirst für immer mein Verehrer sein.“ Dann gab er ihm ein glücksverheißendes Reich im Kusha-Dvipa. Einst, oh Krishna, schuf Brahma den Dämon Satamukha. Dieser ehrte Shiva für hundert Jahre und bekam dafür tausend Söhne. Der ruhmreiche Weise Yajnavalkya verherrlichte die Veden, lobte Shiva und erlangte vorzügliche Weisheit. Der herrliche Vyasa verehrte ihn, und erwarb das Wissen um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Als die Valakhilyas von Indra gekränkt wurden, gebot Shiva dem unbesiegbaren Garuda, ihnen den Soma Saft zu bringen. Als alle Wasser durch Shivas einstige Raserei ausgetrocknet waren, da ehrten die Götter sowohl das Wasser als auch den Totenschädel, und alles begann wieder zu fließen. Anasuya, die fromme Gattin von Atri, fastete für 300 Jahre, schlief nur auf einer Rute und bekam die drei weisen Söhne: Dattatreya, Durvasa und den Mond. Außerdem ließ sie dank Shivas Gnade die Ganga am Berg Chitrakuta fließen. Vikarna erlangte großartige Kräfte, nachdem er Mahadeva verehrt hatte, diesen Segensreichen. König Chitrasena erfreute Shiva mit seiner beständigen Hingabe, gewann sich unerreichbare Freuden und kannte keine Angst vor feindlichen Königen. Srikara war der Sohn eines Kuhhirten, und nachdem er eine Zeremonie für Shiva mit angeschaut hatte, wurde er zu seinem Verehrer. Dadurch gewann er große Kräfte. Prinz Chitrangada ertrank einst in der Yamuna, doch der Ehemann von Simantini wurde durch einen Segen von Shiva gerettet. Er gelangte in das Reich des großen Naga Takshaka, wurde dessen Freund und kehrte mit Reichtümern beladen zu seiner Gattin zurück. Seine geliebte Gemahlin Simantini ehrte regelmäßig Shiva und war gesegnet und glücklich. Als sich einmal ein gieriger Brahmanenjunge in eine Frau verwandelte, um ihrem Ritual auf solche Weise betrügerisch beizuwohnen, da wurde er durch ihre Macht für immer zur Frau. Cancula, die wollüstige Hure, hörte eine tugendhafte Geschichte von einem Brahmanen aus Gokarna, wurde zur Shiva-Verehrerin und erreichte das große Ziel. Ihr sündiger Ehemann Binduga hörte das Shiva Purana, weil seine Frau eifrig dafür sorgte, und erlangte ebenfalls das große Ziel. Dann war da noch die überzeugte Prostituierte Pingala, der gemeine Brahmane Mandara und die Hure Mahananda, welche Shivas Füße und den Bullen Shivas ehrten und das große Ziel erreichten. Die Brahmanin Kaikeyi wurde sehr glücklich, als sie respektvoll und regelmäßig das Ritual für Shiva ausführte. Ebenso erging es König Vimarshana und sogar dem sündigen König Durjana, der wie ein Sklave den Frauen hinterherjagte - als sie Shiva hingebungsvoll ehrten, waren sie nicht mehr von ihren Taten abhängig. Der Jäger Shankara folgte dem Shivaratri Ritus mit seiner Gattin. Mit der Asche vom Scheiterhaufen erreichte er durch Hingabe das große Ziel. Die Chandala Frau Saumini folgte unwissend der Verehrung von Shiva und erlebte den Segen Shivas bis zur Erlösung. So geschah es auch dem Jäger Mahakala, der als wilder Mann aus den Bergen andere oft verletzte. Durvasa, der gute Weise, verbreitete die Riten zur Ehre Shivas in der Welt, und so verbreitete sich dank Shivas Gnade auch die Hingabe, welche zur Erlösung führt. Vishvamitra war ein Krieger, doch als er Shiva ehrte, wurde er zum Brahmanen. Er wird wie ein zweiter Brahma betrachtet, denn er erschuf einen neuen Himmel. Und Brahma selbst, oh Krishna, wurde zum Schöpfer und Großen Vater der Welten, als er Shiva ehrte. Der vorzügliche Weise Markandeya verdankte es Shivas Segen, daß er unter allen heiligen Männern sehr lange lebte. Auch Indra, ein großer Verehrer Shivas, wurde mit Shivas Gnade zum Herrn der Götter. Bana, der Sohn von Bali, hatte eine vorzügliche Kontrolle über seine Sinne, und Shiva verhalf ihm zur Herrschaft über das Universum. Diese Hingabe hat auch Vishnu, Shakti, Dadhichi und Rama zu großen Verehrern Shivas gemacht, und Kanada, Bhargava, Guru und Gautama erhielten ebenfalls von ihm meisterhafte Kräfte. Shakalya, diese lobenswerte Seele, ehrte Shiva im Geiste für 900 Jahre. Da sprach der Herr zu ihm: „Mein Lieber, du wirst ein Buch schreiben, und dein Rum wird in den drei Welten niemals nachlassen. Dein Geschlecht wird nicht aussterben, und die Heiligen werden es loben. Du wirst die Sutren verfassen.“ Und so geschah es auch, oh Krishna. Im Krita Zeitalter gab es einen Weisen namens Savarni, dem erging es ähnlich. Er übte für 6.000 Jahre Askese, und Rudra sprach zu ihm: „Du Makelloser, ich bin zufrieden mit dir. Du wirst große Bücher schreiben und ruhmreich sein. Du wirst weder Tod noch Alter kennen.“ Ja, so ist Lord Shiva. Er wurde seit alters her verehrt und segnet die Menschen mit allem, was sie sich wünschen. Ich kann dir nicht mit einem Mund und nicht in hundert Jahren beschreiben, wie segensreich Shiva ist.


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