Pushpak Prem SagarZurück WeiterNews

82.2 – Die Versammlung in Kurukshetra

Sri Shukadeva Ji sagte: − Nachdem sie, oh großer König! Aniruddha Ji dazu bestimmt hatten, die Stadt zu bewachen, bereiteten sich Shurasena, Vasudeva, Uddhava, Akrura, Kritavarman, und all die hohen und niedrigen Nachkommen des Yadu darauf vor, mit ihren Frauen nach Kurukshetra zu reisen. Raja Ugrasena kampierte vor der Stadt mit seiner Armee, so dass sich die vollständige Gesellschaft bei ihm versammelte. Sie warteten, bis sich Sri Krishna mit seinem Bruder, seinen acht Königinnen, seinen sechzehntausend und einhundert Ehefrauen, und mit seinen Söhnen und Enkeln ihnen anschloss. Nach Krishnas Ankunft gab Raja Ugrasena das Zeichen zum Aufbruch, und mit großem Pomp und Rumor setzte sich der lange Zug in Bewegung.

Als er soweit berichtete hatte, sagte Sri Shukadeva Ji: − Oh großer König! Nach einer angenehmen und sicheren Reise von mehreren Tagen trafen Sri Krishna und all die Nachkommen des Yadu in Kurukshetra ein. Als sie angekommen waren, nahmen sie ein Bad und anschließend brachten sie, jeder nach seinen Möglichkeiten, Elefanten, Pferde, Wagen, Kleider, Juwelen, Schmuck, Getreide oder Geld dar, bevor sie begannen, sich einzurichten und auf dem riesigen Feld zu kampieren.

Raja! Als sie von dieser Reise Sri Krishna Chandras und Balarama Jis nach Kurukshetra hörten, kamen die Rajas aus allen vier Himmelsrichtungen mit ihren Familien und ihren Armeen, um sie zu sehen. Auch die Kauravas und die Pandavas kamen mit ihren Verwandten und ihren Truppen. Zu der Zeit gingen Kunti und Draupadi dorthin, wo sich die Frauen der Yadus niedergelassen hatten und sprachen mit ihnen. Kunti besuchte ihren Bruder, Vasudeva, und sagte: „Bruder! Ich war sehr unglücklich von dem Tag an, als ich mich verlobte, und ich habe alle möglichen Plagen erlebt; du hast nicht an mich gedacht, seit du mich verheiratet hast; und Krishna, der allen Glück spendet, hat mir seine Freundlichkeit nicht gezeigt.“

Nachdem er diese Worte gehört hatte, oh großer König! hatte Vasudeva Ji großes Mitgefühl für sie, seine Augen füllten sich mit Tränen, und er sagte: „Schwester! Was erzählst du mir da? Ich habe keine Kontrolle über diese Dinge; wie das Schicksal Bedingungen und Umstände erzeugt, weiß ich nicht; Haris Wille ist sehr mächtig; schau, welchen Kummer ich durch die Hand Kansas hatte; heute ist die ganze Welt Krishnas Willen unterworfen; und schau, ganz gleich, welchen Kummer jemand haben mag, die Welt dreht sich trotzdem weiter.“

Oh großer König! Nachdem er dies festgestellt und seiner Schwester erklärt hatte, ging Vasudeva Ji zu dem Platz, wo sich all die Rajas um Raja Ugrasena und Raja Duryodhana versammelt hatten. Dort brachten die Pandavas dem Raja Ugrasena achtungsvolle Ehrerbietungen entgegen: „Raja! Du bist sehr vom Glück begünstigt, weil Sri Krishna Chandra sich immer in deiner Nähe aufhält und die Sünden aller Geburten vernichtet. Der Herr, nach dem Shiva, Brahma und all die anderen Devas ständig suchen, beschützt dich andauernd. Hari, dessen Geheimnisse die Yogis und die Weisen und die heiligen Männer nicht entdecken können, obwohl sie all ihre Leidenschaften unter Kontrolle haben, der kommt, um deine Anweisungen entgegenzunehmen; und er, der Gott der ganzen Welt, verbeugt sich vor dir.“

Nachdem er soviel der Geschichte erzählt hatte, sagte Sri Shukadeva Ji: − Oh großer König! All die Rajas, die gekommen waren, applaudierten bei diesen Worten, und Raja Ugrasena stellte sie seinerseits mit angemessenen Worten und Geschenken zufrieden. In der Zwischenzeit wurde die Ankunft von Sri Krishna und Balarama Ji angekündigt. Nanda und Upananda waren ebenfalls dabei, begleitet von ihren Verwandten und all den Kuhhirtinnen und Kuhhirten und deren Kindern. Nachdem sie angekommen waren, gebadet und Geschenke dargebracht hatten, besuchte Nanda Ji den Platz, wo er Vasudeva und Devaki mit ihrem Sohn finden konnte. Als er sie sah, stand Vasudeva Ji auf und begrüßte ihn. Sie tauschten ihre Grüße und Wiedersehensfreude aus und waren sehr glücklich, sich nach langer Zeit zu sehen. Vasudeva rief in Nandas Gegenwart all die Geschichten in Erinnerung, die damals in Vraja geschehen waren, während Nanda Ji die zwei Brüder, Sri Krishna und Balarama großgezogen hatte.

Als er diesen Berichten zuhörte, oh großer König! füllten sich Nandas Augen mit Tränen, und er sah unentwegt in Vasudevas Gesicht. In diesem Augenblick kamen Sri Krishna und Baladeva dazu, und sie brachten Nanda und Yashoda Ji, und auch Vasudeva, ihre Begrüßung und ihre achtungsvollen Ehrerbietungen dar, bevor sie sich den vielen Kindern zuwendeten. Die Kuhhirtinnen kamen auch dazu, und sie blickten fasziniert in das mondgleiche Gesicht Sri Haris. Sie waren sehr bewegt von dieser Gelegenheit, Krishna wiederzusehen; sie alle freuten sich sehr, und ihre Erinnerungen an die Jahre, als Krishna seine Kindheit und Jugend mit ihnen verbracht hatte, wurden wieder lebendig. Sie erinnerten sich auch an die eine besondere Vollmondnacht, in der Krishna sich mit ihnen verabredet hatte, um mit ihnen auf einer Wiese im Wald von Vraja zu feiern und zu tanzen. Mit jeder einzelnen der Kuhhirtinnen hatte Krishna eine ganze lange Nacht getanzt, und um allen seinen Anhängerinnen eine besondere Freude zu machen, hatte Krishna diese Nacht lang werden lassen; die Nacht war so lang geworden wie eine Nacht Brahmas.

Nachdem er soweit erzählt hatte, sagte Sri Shukadeva Ji: − Oh großer König! Es ist mir gar nicht möglich, diese liebevollen Begegnungen von Nanda, Upananda, Yashoda, den Kuhhirtinnen, den Kuhhirten und ihren Kindern mit Vasudeva, Devaki, Sri Krishna und Balarama richtig zu beschreiben; du müsstest selbst dabei gewesen sein, um sie richtig zu verstehen. Besonders die Kuhhirtinnen drängten sich um Krishna und Balarama; und zusammen mit all den Einwohnern von Vraja überredeten sie Krishna dazu, mit ihnen am Abend, als die Sonne ihre goldenen Strahlen über den westlichen Horizont schickte, eine Wanderung über die Felder von Kurukshetra zu beginnen; und dabei erzählten sie ihm und Balarama all die Geschichten, die sie vor vielen Jahren mit ihnen erlebt hatten und an die sie sich so gern erinnerten. Sie erinnerten sich besonders an ihre große Zuneigung zu Sri Krishna, und als er schließlich sah, wie aufgeregt sie alle dadurch waren, sagte er zu ihnen: „Hört zu, Ihr Lieben! Wer auch immer von all den Sterblichen Vertrauen in Mich hat, wird unbesorgt über das große Meer des Daseins reisen können. Ihr alle habt Mir Eure Seelen, Eure Körper und Euer Vermögen übergeben; und Ihr habt Mich mit einer endlosen Zuneigung angesehen, deswegen hat niemand ein glücklicheres Schicksal als Ihr es habt. Euer Glück ist größer als das von Brahma oder Rudra oder Indra, oder irgendjemandem sonst, wer auch immer es sein mag. Ich kam nicht in die Meditationen Shivas, aber ich war bei Euch, und so wuchs auch Meine Zuneigung zu Euch. Ich wohne im Herzen eines jeden Menschen, und was ich nun erwähne ist unfassbar und unermesslich: Genauso, wie das Licht, das Wasser, das Feuer, die Erde und die Luft in jedem Körper anwesend sind, genauso wohnt Mein Glanz in jeder menschlichen Gestalt.“

Sri Shukadeva Ji sagte: − Oh großer König! Nachdem Sri Krishna diese transzendentalen Wahrheiten erwähnt hatte, waren all die Einwohner von Vraja sehr zufrieden und ihre Zuversicht festigte sich.


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