Pushpak Markandeya PuranaZurück WeiterNews

Kapitel 68 - Über die acht Nidhis

Kraustuki sprach:
Oh Verehrter, von dir wurde das Leben von Swarochi und auch die Geschichte über die Geburt von Swarochisha in allen Details beschrieben. Doch erzähle mir bitte mehr über das Wissen, das Padmini genannt wird und alle begehrenswerten Dinge schenken kann, sowie über die mit ihm verbundenen Nidhis. Oh Guru, die acht Nidhis und die Dinge, in denen sie leben, sowie ihre Natur, all dies wünsche ich von dir zu hören.

Markandeya sprach:
Das Wissen, welches Padmini genannt wird, hat Lakshmi als tragende Göttin. Seine Gestaltungen sind die Nidhis. Höre über sie von mir: Padma (Lotusblume), Mahapadma (große Lotusblume), Makara (Krokodil), Kacchapa (Schildkröte), Mukunda (schöner Stein), Nandaka, Nila (Saphir) und die achte Nidhi wird Shankha (Muschel) genannt. Wo auch immer es weltliches Glück gibt, dort bestehen sie, und aus ihnen werden die Siddhis (die besonderen Fähigkeiten) geboren. Oh Kraustuki, diese acht Nidhis werde ich dir jetzt beschreiben. Oh Muni, durch die Gnade der Götter und den Dienst an der Gesellschaft, werden gewisse Fähigkeiten von Menschen durch jene Nidhis besonders hervorgehoben. Höre, von welcher Natur sie sind:

Die erste Nidhi wird Padma (Lotusblume) genannt und gehört zu Maya, oh Zweifachgeborener. Von ihm ging sie an seinen Sohn und an dessen Söhne und Enkel. Welcher Mensch mit dieser Nidhi begabt ist, der wird stark in Heldenmut und besonderem Wissen. Und, oh Besitzer der acht guten Qualitäten, er wird ein Gefäß für Wohlstand, weil diese Nidhi von der Qualität des Reichtums ist. Er wird Gold, Silber, Kupfer und alle anderen Metalle in großen Mengen erlangen und mit ihnen auch Handel treiben. Er wird auch Opfer durchführen und reichliche Gaben darbringen. Mit Hingabe wird er Paläste und Tempel für die Götter errichten, wo sich die Weisen und Gelehrten treffen.

Eine weitere Nidhi wird Mahapadma (große Lotusblume) genannt und ist mit der Qualität von Sattwa (Güte) erfüllt. Der Mensch, der mit ihr begabt ist, wird dadurch stark in den hellen und guten Eigenschaften. Er bekommt Rubine und andere Juwelen, Perlen, Korallen und kauft und verkauft sie. Er gibt seinen Reichtum an jene, die gemäß den Geboten des Yogas leben, und versorgt sie mit Wohnräumen. So nimmt er Anteil und wird selbst einer von ihnen. Auch seine Söhne werden diesen Charakter erben, wie auch dessen Söhne und Enkel. Bis zur siebenten Generation wird dieser Segen nicht verloren gehen.

Die Nidhi mit dem Namen Makara (Krokodil) ist von der Qualität des Tamas (Dunkelheit). Selbst ein Mensch mit bestem Charakter wird mit Unwissenheit und Verblendung geschlagen, wenn er von ihren Blicken getroffen wird. Er gewinnt Pfeile, Bögen, Schwerter, Speere und Schilder, knüpft verfängliche Netze (Pashas) und kann sogar Freundschaft mit Königen erreichen. An jene gibt er diese Dinge, und auch an die kriegerischen Helden und wer sonst noch danach verlangt. Er findet seine Freude am rechtmäßigen Verkauf und Tausch von Waffen. All dies geschieht nur ihm allein und vererbt sich nicht auf seine Nachkommen. Er selbst wird seinen Untergang wegen dieser Dinge durch Soldaten oder im Kampf finden.

Der Mensch, der durch die Nidhi Kacchapa (Schildkröte) erfasst wird, verbindet sich ebenfalls mit Tamas, weil diese Nidhi von dieser Qualität ist. Er führt verschiedenste Werke durch, wo nur wenig Gerechtigkeit zu finden ist, und baut alle möglichen Geschäfte auf, ohne irgendjemandem zu vertrauen. Gerade wie die Schildkröte alle ihre Glieder in sich selbst zurückzieht, so zieht er zwar die Herzen der Leute an, aber er selbst lebt mit einem völlig in sich gekehrten Geist. Er gibt seinen Reichtum weder an Andere, noch genießt er ihn selbst, hat immer wahnsinnige Angst, dass er ihn verlieren könnte, und vergräbt ihn in der Erde. So wird auch diese Nidhi nur von ihm selbst genossen und vererbt sich nicht auf seine Nachkommen.

Eine andere Nidhi wir Mukunda (schöner Stein) genannt und ist von der Rajas Qualität (der Leidenschaft). Oh Zweifachgeborener, so wird auch der Mensch mit dieser Qualität begabt, wenn ihn diese Nidhi erwählt. Er bekommt Lauten, Flöten, Trommeln und viele andere der vier Arten von Musikinstrumenten und unterstützt mit seinen Mitteln Sänger und Tänzer. Oh Zweifachgeborener, er gibt Tag und Nacht die Dinge des Vergnügens an Barden, Minnesänger und Schauspieler, sowie an tanzende Mädchen und an jene, die erotische Freuden suchen, und genießt mit ihnen zusammen diese angenehme Zeit. Doch der Mensch, den diese Nidhi anbetet, bewegt sich selbst nicht in der Gesellschaft von Prostituierten und ähnlichen, er erfreut sich am Zusammensein mit seiner Ehefrau.

Eine andere große Nidhi heißt Nanda und ist aus Rajas und Tamas zusammengesetzt. Der Mensch, den sie anschaut, erreicht besonders diese Qualitäten. Er gewinnt alle Arten von Metallen und Edelsteinen, und auch reine und angenehme Nahrungsmittel, wie Getreide usw., und treibt mit ihnen auch Handel. Er ist die Zuflucht seiner Verwandtschaft, seiner Gäste und der Reisenden, und er duldet nicht die kleinste Entwürdigung, oh großer Muni. Wenn er gelobt wird, findet er große Befriedigung, und er gibt den Leuten, was immer sie verlangen, und gelangt dadurch selbst zu einem wohlwollenden Charakter. Viele, sehr schöne und fruchtbare Frauen werden seine Gattinnen, und diese Nanda Nidhi folgt seinen Nachkommen bis zur siebenten Generation. Oh du Ausgezeichneter, in acht Zweigen wächst diese Nidhi und gibt jenen unter den Menschen, die sie besitzen, die längste Frist des Lebens. Nanda ernährt ihre erwählten Freunde als auch diejenigen, die von weit her zu ihr finden. Sie wird in der jenseitigen Welt nicht besonders bewundert, noch wird ihre Zuneigung zu ihren Freunden besonders stark. Schnell wird sie gleichgültig gegen ehemalige Freunde und findet neue Freundschaften.

Ähnlich wird eine weitere große Nidhi Nila (Saphir) genannt, welche die beiden Qualitäten von Sattwa und Rajas in sich vereint. Der Mensch, der ihr Begleiter wird, gelangt zu ihrem Charakter (von Sattwa und Rajas). Er gewinnt, oh Muni, Kleidung, Stoffe, Blumen und Nahrungsmittel wie Getreide und Früchte, aber auch Perlen und Korallen, Muscheln und Perlmutt, sowie andere Dinge, die im Wasser wachsen, oder aus Holz sind usw.. Dies alles verkauft und tauscht er auch und sein Herz hängt an nichts anderem. Er baut Brunnen und Teiche, Gärten, Dämme und Kanäle, und pflanzt Bäume an. Er verbringt sein Leben, indem er Düfte und Blumen genießt, und die Nidhi Nila bleibt für drei Generationen bei ihm.

Eine weitere Nidhi heißt Shankha (Muschel) und ist aus den Qualitäten von Rajas und Tamas zusammengesetzt. Oh Brahmane, damit entfalten sich auch im Herrn dieser Nidhi solche Qualitäten. Sie trifft immer nur einen Menschen und wird nicht vererbt. Höre, oh Kraustuki, die Eigenschaften von ihm, der mit dieser Shankha Nidhi begabt ist. Er isst seinen eigenen gekochten Reis und trägt auch feine Kleidung, während die Mitglieder seiner Familie, seine Verwandten und Diener schlechten Reis essen und keine feine Kleidung tragen. Er ist immer auf sein eigenes Wohlergehen bedacht und gibt nur wenig an Freunde, Frau, Bruder, Sohn, Schwiegertochter und andere ab.

So erscheinen diese acht Nidhis als die führenden Göttinnen des Wohlstandes und der Reichtümer der Menschen. Sie sind begehrenswert wegen ihrer begehrenswerten Erscheinung und sind die Geber von Früchten gemäß der Natur der Menschen. Welchen Menschen sie auserwählen, der erreicht durch sie den Charakter, der ihnen angehört. Oh Zweifachgeborener, das Wissen von Padmini, das vom Charakter Lakshmis, der Göttin des Glückes, ist, kann eine gewisse Kontrolle über alle diese Nidhis ausüben.


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