Pushpak Markandeya PuranaZurück WeiterNews

Kapitel 103 - Die Hymne von Brahma an die Sonne

Markandeya sprach: Als Himmel und Erde durch die Strahlen der Sonne erhitzt wurden, hatte der lotusgeborene Große Vater den Wunsch, lebende Wesen zu schaffen, und begann nachzudenken: „Sobald ich etwas erschaffe, wird es durch die übermäßige Hitze des Sonnengottes sogleich wieder zerstört, der doch in seinem Wesen die Ursache für Schöpfung, Bewahrung und Untergang ist. Alle Kreaturen werden ihres Lebens beraubt, das Wasser wird durch seine Hitze ausgetrocknet, und ohne Wasser ist es unmöglich, die Schöpfung der Welt fortzusetzen.“ So dachte der göttliche Brahma, und der große Vater der Welt konzentrierte seinen Geist auf diese strahlende Erscheinung und begann, den Ruhm der göttlichen Sonne zu besingen.

Brahma sprach: „Gruß und Verehrung sei ihm, der mit diesem ganzen Universum identisch ist, der mit allem identisch ist, was die Welt an Formen kennt, und der das große Licht ist, worüber die Yogis meditieren.

Verehrung sei ihm, der mit dem Rig identisch ist, der die Wurzel des Yajur und der Ursprung des Saman ist, der unvorstellbare Energie hat, der in seiner äußeren Form den drei natürlichen Qualitäten entspricht und in seiner höheren Form dem halben Matra (des AUMm), jenseits aller natürlichen Qualitäten.

Verehrung sei ihm, der die Ursache von Allem ist, würdig des höchsten Lobes und der Erkenntnis, der im Anfang als großes Licht erscheint, der identisch mit jeder Lebensform und jeder äußerlichen Erscheinung ist.

Ich verbeuge mich vor dem Großen der Großen, vor dem leuchtenden Sonnengott, dem Ersten von Allen. Angetrieben durch diese ursprüngliche Energie erschaffe ich Wasser, Erde, Wind, Feuer, Götter und endlos viele andere Gestaltungen, die alle mit dem OM beginnen, mit dem OM bestehen und mit dem OM wieder verklingen. Dies könnte ich nie aus eigener Kraft tun. Du bist das Feuer. Mit deiner Energie schöpfe ich die Welt aus dem Wasser und setze das Rad des Lebens wieder in Bewegung.

Du, oh Herr, bist im ganzen Universum manifestiert und identisch mit dem Raum (Akasha). Du schützt dieses Weltall auf fünffache Weise. Durch Opfergaben verehren dich jene, welche die Höchste Seele erkannt haben. Du bist Vivasvat (der Sonnengott und Vater der 14 Manus), du bist Vishnu, du bist der Herr von allen und der Größte der Großen. Nach Befreiung strebend, mit kontrolliertem Geist und Seele, meditieren sogar die Asketen über dich.

Verehrung sei dir! Du bist wirklich in allen Opfern. Du bist wahrlich das große Brahman, worüber die Yogis meditieren. Oh Herr, ich beabsichtige, die Schöpfung zu entfalten. Die mächtige Konzentration deines Glanzes ist ein Hindernis auf dem Weg. Bitte mäßige dich.“

Auf diese vorzügliche Weise durch Brahma, den Schöpfer der Welt, gelobt, zog der Sonnengott seinen übermäßigen Glanz zurück und mäßigte sich. Oh Muni, dann schuf der lotusgeborene große Brahma, wie im vorherigen Kalpa, die Götter, Dämonen, Menschen, Tiere, Pflanzen und alle anderen Wesen in ihren jeweiligen Bereichen.


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