Pushpak Markandeya PuranaZurück WeiterNews

Kapitel 23 - Die Macht des Schlangenkönigs

Die Söhne sprachen:
Als er bald darauf seine Stadt erreichte und sich danach sehnte, die Füße seines Vaters zu berühren und Madalasa wiederzusehen, sah der Prinz, dass die Leute mit Angst erfüllt waren, und ihre Gesichter verrieten Schwermut. Doch als sie ihn erblickten, waren sie voller Überraschung, und Freude trat in ihre Gesichter. Er sah einige, die mit aufgerissenen Augen „Glück! Glück!“ riefen, und andere sprachen voll Heiterkeit zu ihm: „Lang sollst du leben, oh du mit den großen Gelübden! Mögen deine Feinde auf den Untergang treffen, der du die Herzen deiner Eltern erfreust und uns von Angst befreist.“ So sprachen sie und umringten ihn von allen Seiten. Und von plötzlicher Heiterkeit erfüllt, ging er ins Haus seines Vaters. Dort umarmten und segneten ihn seine liebende Mutter, sein Vater und die anderen Verwandten. Überrascht grüßte er seinen Vater und fragte ihn: „Was bedeutet das alles, oh Vater?“ Und jener berichtete ihm die ganze Geschichte. So hörte er vom Tod seiner geliebten Gemahlin Madalasa und versank beim Anblick seiner Eltern in einem Meer aus Scham und Kummer.

Er dachte: „Als die reine Dame von meinem Tod hörte, gab sie ihre Existenz auf. Oh Schande über mein grausames Herz. Ich bin herzlos und unwürdig. Denn schamlos, wie ich bin, lebe ich immer noch, auch ohne diese Rehäugige, die sich für mich mit dem Tode traf.“ Dann beruhigter er seinen Geist, schob die starken Gefühle beiseite, und begann, bekümmert und seufzend nachzudenken: „Wenn ich nun mein Leben aufgebe, weil sie wegen mir gestorben ist, was für einen Dienst kann ich ihr damit tun? Solche Tat wird besonders von Frauen verehrt. Wenn ich aber übermäßig trauere und immer wieder klage „Oh mein Liebes!“, dann wird das nicht zum Guten führen, weil wir alle vergängliche Menschen sind. Wenn ich voller Kummer vom Leiden überwältigt werde, meine Girlanden wegwerfe und diesen Körper mit Asche beschmiere, dann werde ich zum Gegenstand des Triumphes meiner Feinde. Doch meine Aufgabe ist es, die Feinde zu unterwerfen und dem König, meinem Vater, zu dienen. Mein Leben steht in seinem Dienst, wie könnte ich es aufgeben? Was sonst betrachte ich als meine Aufgabe? Soll ich im Genuss von Frauen Erfüllung suchen? Das könnte selbst für diese zartgebaute Dame nicht zum Wohlergehen führen. Doch ob nun gut oder schlecht für sie, ich sollte ein Gelübde für sie einhalten. In Anbetracht, dass sie sogar ihr Leben für mich aufgegeben hat, ist es das Mindeste.“

So fasste er im Geist seinen Entschluss und führte für sie das Opfer von Wasser und die anderen Riten durch. Dann sprach Hritadhwaja: „Wenn diese zartgebaute Madalasa nicht mehr meine Frau ist, dann soll auch keine andere Frau in diesem Leben meine Ehefrau sein. Außer dieser Tochter eines Gandharva mit den Augen einer Hirschkuh, werde ich mit keiner anderen Frau das Vergnügen suchen. Das ist das Gelübde, das ich nehme. Verlassen von meiner frommen Frau mit dem edlen Gang, werde ich an der Gesellschaft anderer Frauen keine Freude mehr suchen. Das sei mein Gelübde!“

Oh Vater, dann gab er, getrennt von ihr, das ganze Vergnügen am Zusammensein mit Frauen auf und widmete seine Zeit seinen gleichaltrigen Gefährten, die mit ausgezeichnetem Charakter begabt waren.

Wer, oh Vater, könnte diese große Tat für ihn vollbringen? Selbst ein Gott könnte solches nicht ohne Schwierigkeiten tun, von anderen Wesen gar nicht erst zureden.

Der Sohn (Sumati) fuhr fort:
Ihre Worte hörend, wurde der Vater vom Mitgefühl bewegt. Der König der Nagas dachte über diese Sache nach und sprach dann lächelnd zu seinen Söhnen: „Wenn die Menschen eine Sache für unerreichbar halten und deswegen die Beharrlichkeit im Handeln aufgeben, wird sich ohne diese Geduld mit der Zeit großes Übel ausbreiten. Deshalb sollte ein Mensch in seinen Handlungen den Kampfgeist niemals aufgeben. Das Ergebnis einer Handlung hängt sowohl von der Kraft der Person, als auch vom Göttlichen ab. Ich werde deshalb in dieser Sache so handeln, dass sich der Erfolg schnell einstellen kann.“

Nach diesen Worten begab sich der König der Nagas zum heiligen Ort Plakshavatarana auf dem Berg Himavan und übte strenge Entsagung. Er konzentrierte seinen Geist auf Sarasvati, die Göttin des Lernens, hielt sich im Essen zurück, badete während der Dämmerungen und ehrte sie mit Lobeshymnen.

Aswatara, der König der Nagas, sprach: „Mit dem sehnlichen Wunsch, die verheißungsvolle Göttin zu verehren, die das Weltall beschützt, neige ich meinen Kopf und preise Sarasvati, die aus Brahma entstand. Alle Zustände, ob wirklich oder unwirklich, voller Anhaftung oder Befreiung, erscheinen, als wären sie mit dir verbunden, oh Göttin, aber du bist frei von ihnen.

Oh Göttin, du bist das höchste Wort, in dem alles gegründet ist. Und dieses höchste Wort durchdringt alles, selbst das kleinste Teilchen. Das Wort ist das große Brahman und das aus dem Urwasser (dem Meer der Ursachen) entstandene Weltall. Wie das Feuer im Holz und die Atome in der Erde, so existiert dieses Brahman mit dem ganzen Weltall in dir.

Oh Göttin, in dir ist die Silbe OM, das Beständige und Unbeständige, das Existierende und Nichtexistierende, sowie alle Dreiheiten: Die drei Welten, die drei Veden und ihre Zweige des Wissens, die drei Feuer, die drei Leuchtkörper, die drei Kasten, die drei Lebensziele, die drei natürlichen Qualitäten, die drei Töne, die drei Götter, die drei Lebensweisen, die drei Arten der Zeit, die drei Alter, sowie Dämmerung mit Tag und Nacht - all diese, oh Göttin, bezeichnen die Dreiheiten, die deine Formen sind. Oh Sarasvati, nur durch deine Wirkung können die Brahmanen die sieben Arten der Rezitation ausführen, die ursprünglich und ewig sind, die Soma, Hari und Indra zugeteilt werden, für Brahmanen mit unterschiedlichen Neigungen. Darüber hinaus gibt es eine höchste Form von dir, die Einheit, das Göttliche und Wahrhafte, das für Veränderung, Zerfall oder Entstehung unerreicht bleibt. Diese, deine höchste Form, kann ich nicht mit Worten beschreiben. Kein Mund und keine Zunge kann dieses Eine beschreiben. Selbst Indra, Vasu, Brahma, der Mond, die Sonne und die Sterne sind Formen von dir. In dir besteht das Werden des Weltalls, die Form des Weltalls, der Herr des Weltalls und der Große Vater - und alles, was auch immer im Sankhya und Vedanta erwähnt wird und in den verschiedenen Zweigen des Wissens erkannt wurde - alles was ist, ohne Anfang, Mitte oder Ende, was auch immer existiert und nichtexistiert, jede Wirklichkeit, die Einheit, die Vielfalt, die Wurzel der bunten Schöpfung - und all das, was durch die Namen der sechs Attribute und als die vier Lebensziele(1) bezeichnet wird und was die Wurzel der drei natürlichen Qualitäten ist - all das, was die Essenz der verschiedenen starken Energien ist - all das, was als Glück oder Leid erscheint und selbst die höchste Glückseligkeit, alles offenbart sich in dir.

So durchdringst du, oh Göttin, alles Entfaltete und Unentfaltete. In dir existiert Brahma sowohl in seiner Einheit als auch in seiner Vielfalt der Formen. Durch dich werden alle Dinge wahrgenommen, das Beständige und Unbeständige, das Große, Kleine und Subtile, und alles was auf der Erde, im Himmel oder an anderen Orten existiert. Mit dir ist alles verbunden, ob es eine Form hat oder formlos ist, ob es vollkommen oder abgetrennt ist, ob es im Himmel, auf der Erde, in der Luft oder irgendwo sonst existiert. All dies kann nur durch deine Vokale und Konsonanten zum Wissen werden.“

So angebet durch ihn antwortete die Göttin Sarasvati, die Zunge von Vishnu, dem hochbeseelten Aswatara, dem König der Nagas: „Oh Bruder von Kamvala, oh König der Nagas, ich werde dir einen Segen gewähren. Sprich zu mir, und ich werde geben, was in deinem Geist besteht.“

Und Aswatara sprach: „Zuerst erbitte ich mir, oh Göttin, die Hilfe von meinem Bruder Kamvala, und dann mögen wir die Kenntnisse der musikalischen Kunst erhalten.“

Sarasvati sprach: „Oh König der Nagas, es gibt sieben Noten, sieben Arten der Ragas, sieben Klassen von Liedern, sieben Murchanas, neunundvierzig Maße und drei Gramas. All das sollst du singen können, so gut wie Kamvala, oh Sündloser. Durch meine Gunst, oh König der Schlangen, wirst du noch viele andere Dinge wissen. Und ich werde dir die Kenntnisse geben von den vier Padas, drei Talas, drei Layas, sechs Yatis und vier Todyas. Durch meine Gunst, oh König der Schlangen, wirst du das Wissen davon erhalten und sogar von dem, was darin eingeschlossen oder davon abhängig ist und von allem, was mit Vokalen und Konsonanten verbunden ist. All das wird dir in vollem Umfang gegeben werden, in gleicher Weise wie an Kamvala. Oh ihr Schlangen der Erde und der Unterwelt, ihr zwei sollt in den drei Welten die Künstler von all dem sein.“

Nach diesen Worten verschwand die lotusäugige Göttin Sarasvati, die Zunge von allem, vor den Augen des Naga. Und wie versprochen, erwarben die beiden Brüder das ganze Wissen in vollem Umfang bezüglich Pada, der Maße und der Noten. Sie sangen ihre Lieder in Begleitung von Saiteninstrumenten. Und mit dem Ziel, den Herrn auf dem Gipfel des Kailash, dem Besten der Berge, zu verehren, übten sich die Nagas mit Hingabe am Morgen, am Mittag, am Abend und in der Nacht. Mit zurückgehaltenen Sinnen und konzentriertem Geist lösten sie im Gesang den Körper des Begehrens auf.

Dann, nach langer Zeit, war der Gott, der den Stier im Banner trägt, mit ihren Liedern sehr zufrieden und sprach: „Bittet um einen Segen.“ Sie verbeugten sich vor Mahadeva, dem blaukehligen Herrn von Uma, und Aswatara sprach an der Seite von Kamvala: „Oh Gott mit den sechs Arten des Reichtums, oh Gott der Götter, oh du mit den drei Augen, wenn du durch unsere Kunst besänftigt bist, dann erfülle uns den Segen, um den wir bitten. Oh Gott, möge die tote Frau von Kuvalayashwa, als meine Tochter geboren werden und sofort das gleiche Alter wiedererlangen. Möge sie, versehen mit derselben Schönheit und der Erinnerung an ihre ursprüngliche Geburt in meinem Haus als eine Yogini und Yogamata (Mutter der Illusion) geboren werden.“

Mahadeva sprach: „Oh Erster der Nagas, durch meine Gunst, soll alles, was du gesprochen hast, geschehen und wahr werden. Höre, oh Naga: Während ihres Sraddhas (dem Totenopfer), sollst du, oh Erster der Schlangen, in einem Zustand der Reinheit und mit kontrolliertem Geist den mittleren Teil des Totenkuchens (Pinda) essen. Nachdem du ihn gegessen hast, soll aus der Mitte deiner Haube die verheißungsvolle Dame entspringen, in derselben Gestalt, in der sie starb. Mit diesem Wunsch in deinem Geist sollst du deinen verstorbenen Ahnen Wasser opfern. Und sobald du einen Seufzer ausstößt, wird diese junge Dame aus der Mitte deiner Haube in ihrer ehemaligen Gestalt erscheinen.“

Nach diesen Worten verehrten sie den großen Gott und voller Entzücken erreichten sie wieder ihre Heimat in Rasatala. Dann führte der Nagakönig, der jüngere Bruder von Kamvala, das Sraddha durch und aß, wie verfügt, den mittleren Teil des Totenkuchens. Und entsprechend seines beabsichtigten Wunsches, entsprang aus der Mitte seiner Haube, während er seufzte, die schlanke Dame in derselben Gestalt wie zuvor. Der Schlangenkönig erzählte niemanden davon. Er führte die Dame mit den strahlenden Zähnen heimlich in seine Gemächer und übergab sie dem Schutz der Frauen. In der Zwischenzeit wetteiferten die zwei Naga Prinzen, den Unsterblichen ähnlich, jeden Tag glücklich mit Hritadhwaja.

Eines Tages sprach der Schlangenkönig erfreut zu seinen Söhnen: „Warum tut ihr nicht, was ich euch bereits gesagt habe? Warum, meine Söhne, bringt ihr ihn nicht zu mir, diesen freigebigen Prinzen, den Wohltäter von euch, so dass ich ihm nützlich sein kann?“ So von ihrem Vater liebevoll angeredet, gingen sie zur Stadt ihres Freundes und vergnügten sich mit diesem Intelligenten. Dann, nachdem sie über andere Dinge gesprochen hatten, luden sie Kuvalayashwa liebevoll in ihr Haus ein.

Doch der Prinz sprach zu ihnen: „In Wahrheit ist das hier euer Haus. All diese Reichtümer, Waren, Kleidung und anderes gehören euch, wie sie auch mir gehören. Oh ihr Söhne der Zweifachgeborenen, wenn ihr mich achtet, dann sagt mir, was ihr gern haben möchtet von jenen Reichtümern, Edelsteinen oder auch anderes. Ich werde wohl von einem schlechten Schicksal verfolgt, weil ihr mein Haus nicht als das eure betrachtet. Wenn ihr meine Freude vollkommen machen wollt, dann betrachtet diese Reichtümer und das Haus als das eure. Das Meinige ist auch das Eure und das Eure ist auch das Meinige. Dessen sollt ihr euch sicher sein, denn ihr Zwei seid mein Leben, das sich da draußen in der Welt bewegt. Oh ihr Besten der Zweifachgeborenen, sprecht nie wieder von solchen Unterscheidungen. Seid geneigt, aus Liebe zu mir. Unser Leben ist Eins, untrennbar miteinander verbunden.“

Mit Tränen in den Augen und überwältigt von dieser grenzenlosen Zuneigung sprachen jene zwei Naga Prinzen zum Sohn des Königs: „Oh Hritadhwaja, es gibt keine Zweifel an dem, was du zu uns gesprochen hast. In gleicher Weise ist unser Gefühl. Da gibt es keinen Grund für Befürchtungen. Aber unser edler Vater beauftragte uns wiederholt und sprach: „Ich möchte Kuvalayashwa sehen.“

Da erhob sich Kuvalayashwa von seinem ausgezeichneten Sitz und sprach: „Mein Vater selbst hat gesprochen“ und verneigte sich bis zum Boden. „Gesegnet bin ich und groß ist mein Verdienst, wenn er, meinem Vater gleich, den Wunsch hat, mich zu sehen. Erhebt euch, nicht einmal für einen Moment möchte ich seinen Wunsch missachten. Das schwöre ich auf seine Füße.“

Nach diesen Worten begab sich der Prinz mit ihnen auf den Weg. Und aus der Stadt herausgekommen, erreichten sie die Ufer der heiligen Gomati. Sie gingen zusammen in den Fluss und der Prinz dachte, dass ihr Haus auf der anderen Seite des Flusses steht. Doch sie zogen ihn mit sich und brachten den Prinzen in die Unterwelt. Und dort erblickte er die zwei Naga Prinzen in einem Glanz wie Edelsteine, gekrönt mit ihrer Haube und mit glückverheißenden Zeichen auf ihrer Brust. Angesichts dieser wunderschönen Wesen sprach der Prinz erstaunt mit einem lieblichen Lächeln: „Gut getan, oh ihr Besten der Zweifachgeborenen.“

Dann informierten sie ihren Vater, den König der Schlangen, den freundlichen Aswatara, der sogar von den Himmlischen verehrt wird. In der Zwischenzeit betrachtete der Prinz diese untere Welt und fand sie höchst bezaubernd, mit Kindern und Erwachsenen, alten Leuten und Schlangen, mit den Töchtern der Nagas, die mit Ohrringen und Ketten verziert waren, überall Freude und Lust, so wie der Himmel mit Sternen verziert ist, die ganze Luft mit Liedern erfüllt, begleitet vom Klang der Flöten und Vinas sowie den Tönen von Mridangas, Pannavas und Atodyas, und überall standen schöne Häuser. In achtsamer Betrachtung dieser verborgenen Welt, ging der Vernichter seiner Feinde, der Sohn von Satrujit, zusammen mit seinen zwei Naga Freunden weiter. Dann betraten sie gemeinsam den Palast des Königs der Nagas und erblickten dort den großen König mit ausgezeichneten Girlanden und edler Kleidung, mit Ohrringen und Edelsteinen geschmückt und mit Ketten von durchsichtigen Perlen geziert, diesen großen König, der mit reich gestalteten Armreifen auf seinem Thron saß, der völlig aus Gold gemacht war und dessen wahre Form unter dem überstrahlenden Glanz von Rubinen, Saphiren und Lapislazuli verborgen lag.

Dann sprachen die Söhne zum Prinzen: „Das ist unser Vater“ und zu ihrem Vater sprachen sie: „Das ist der Held Kuvalayashwa“.

Er verneigte sich zu den Füßen des Königs der Nagas, und der König hob ihn persönlich auf und umarmte ihn herzlich. Dann roch er an seinem Kopf und sprach: „Mögest du lange leben. Mit dem Sieg über deine Feinde mögest du deinem Vater und deiner Mutter dienen. Glücklich bist du, oh mein Kind, weil sogar in deiner Abwesenheit meine Söhne von deinen außergewöhnlichen Tugenden sprechen. Dafür sollst du in Geist, Rede und Kraft wachsen. Das Leben eines erfüllten Menschen ist lobenswert, während der Mensch ohne Erfüllung im Inneren tot ist, selbst wenn er äußerlich noch lebt. Durch die Befriedigung seiner Eltern und das Bedrängen seiner Feinde sichert ein lobenswerter Mensch, der zu den weisen Menschen Vertrauen hat, umfassend sein Wohlergehen. Himmlische, verstorbene Ahnen, Verwandte, Brahmanen, Freunde, Bittsteller und Untergebene wünschen alle ein langes Leben für eine solch lobenswerte Person. Gesegnet ist das Leben eines erfüllten Menschen, der vor jeglicher Verleumdung zurückschreckt, das Wohl aller Wesen sucht und den Ängstlichen Schutz gibt.“

Nachdem er so zum Helden gesprochen hatte, wünschte der Schlangenkönig eine gute Bewirtung von Kuvalayashwa und wandte sich an seine Söhne: „Nachdem wir unser Bad und andere Riten ordnungsgemäß beendet haben, sollten wir zusammen nach Herzenslust speisen, Wein trinken und andere Vergnügungen genießen, um dann mit erfreuten Herzen einige Zeit mit Kuvalayashwa im Gespräch zu verbringen, gleich einem inneren Freudenfest.“

Der Sohn von Satrujit stimmte schweigend zu, und die edlen Gefolgsleute des Schlangenkönigs handelten entsprechend. Dann speiste dieser selbstbeherrschte und wahrhafte König der mächtigen Schlangen in Gesellschaft seiner Söhne und des Prinzen, und sie genossen eine ganz außergewöhnliche Freude.


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(1) Dharma, Artha, Kama und Moksha, grob übersetzt als: Tugend, Wohlstand, Liebe und Erlösung