Pushpak Markandeya PuranaZurück WeiterNews

Kapitel 17 - Die Geburt der Himmlischen als die drei Söhne von Anasuya

Der Sohn (Sumati) fuhr fort: So geschah es, dass nach einer langen Zeit Brahmas Sohn, der göttliche Atri, den Blick auf seine Frau Anasuya wendete. In ihrer fruchtbaren Phase waren ihre Glieder gereinigt, und sie strahlte in ihrer vorzüglichen Gestalt, die würdig ist, von allen begehrt zu werden. Und der Geist des Asketen wurde mit einem Wunsch erfüllt, so rein, wie unschuldige Wesen denken. In diesem Gedanken vertieft entlud er seinen Lebenssaft, und der starke Wind trug ihn auf indirektem Wege aufwärts. Die weiße Flüssigkeit mit der Energie Brahmas floss nach allen Seiten und erfüllte die zehn großen Himmelsrichtungen in der Gestalt des Mondes. So wurde der Mond, die Stütze des Lebens aller Wesen, als der geistgezeugte Sohn des Patriarchen Atri geboren.

Dann wurde der alldurchdringende Vishnu aus seinem eigenen Körper als Dattatreya, der Beste der Brahmanen, geboren und von der Qualität der Güte erfüllt. So verkörperte sich Vishnu als der zweite Sohn von Atri in dieser Welt, bekannt unter dem Namen Dattatreya, der von Anasuya an ihrem Busen genährt wurde. Bereits nach einer Woche verließ er ärgerlich den Leib seiner Mutter. Dabei sah er als erstes den hochmütigen, übelgesinnten und schuldbeladenen König der Haihayas (Kritavirya), und noch zusätzlich verärgert von dem Leiden der Geburt, fasste er den Entschluss, ihn zu töten.

Dann wurde Durvasa als ein Teil von Rudra geboren, gesättigt mit der Qualität der Dunkelheit. So wurden Brahma, Vishnu und Shiva als ihre drei Söhne geboren. Aufgrund des Segens, der durch die Himmlischen auf sie gekommen war, wurde Brahma als Mond, Vishnu als Dattatreya und Shiva als Durvasa verkörpert.

Der göttliche Soma ernährt als Mond mit seinen kühlen Strahlen die Pflanzen, Kräuter und Menschen und wohnt für immer am Firmament. Der Teil von Vishnu schützt als Dattatreya die Wesen, zerstört die übelgesinnten Dämonen und erbarmt sich der gutmütigen Wesen. Die dunkle Energie von Shiva verkörperte sich als der unsterbliche, göttliche Rishi Durvasa, eine Gestalt mit fürchterlichen Blicken, Gedanken und Reden. Er brennt mit seinem Feuer diejenigen nieder, die schlecht von ihm denken.

Wie der Große Vater Brahma in der Familie von Atri als Soma (der Mond) geboren wurde, so kam auch Hari als Dattatreya in die Welt und mit dem Yoga verbunden, begann er Freude in dieser Welt zu finden. Er verließ Vater und Mutter und wanderte über die Erde. Dabei beachtete er die außergewöhnlichsten Gelübde von Unmatha oder der irrationalen Weisheit. Bald war der Asket Dattatreya ständig von den Söhnen anderer Asketen umgeben. Deshalb demonstrierte er Zurückgezogenheit und lebte für lange Zeit in einem See versunken. Doch jene Jungen blieben an den Ufern des Sees wohnen und verließen diesen edlen Asketen mit seiner höchst bemerkenswerten Ausstrahlung nicht. Und sogar nach Ablauf von hundert himmlischen Jahren verweilten die Söhne der Asketen immer noch aus Liebe zu ihm am Ufer des Sees. Nach dieser Zeit erhob sich der Asket aus dem Wasser und führte eine verheißungsvolle Dame mit sich, die in himmlische Kleidung gehüllt war, mit schönen Brüsten und Hüften.

Er dachte: „Ob mich die Söhne der Asketen verlassen werden, wenn sie mich in Gesellschaft dieser Frau erblicken? Dann werde ich zurückgezogen leben.“ Doch die Jungen der Asketen verließen ihn nicht, und so begann er in Gesellschaft dieser Frau, Wein zu trinken. Aber auch da verließen sie ihn nicht, obwohl er als Asket zusammen mit einer Frau beim Weintrinken war. Trotz der Befleckung durch fleischliche Vergnügungen, durch lautes Singen und Musik, durch die sinnliche Gesellschaft jener Frau, und sogar trotz übermäßigen Weingenusses wurde er von ihnen als einer erkannt, der eine große Seele hat.

Dieser große Asket beging keinerlei Sünde, als er so viel Wein trank, wie Luft durch das Haus eines Chandala zieht. Denn sogar beim Weintrinken praktizierte dieser, mit dem Yoga vertraute Asket, die höchste Entsagung in Gesellschaft jener Frau. Wahrlich, dieser Meister der Yogis war es würdig, als Gegenstand der Meditation über den Wunsch nach Befreiung zu dienen.


Zurück Inhaltsverzeichnis Weiter