Pushpak Markandeya PuranaZurück WeiterNews

Kapitel 13 - Die Frage nach dem Leiden an den Boten Yamas

Der Sohn (Sumati) sprach: Vor sieben Geburten war ich in der Vaisya Kaste geboren. Damals versperrte ich den Rindern den Weg zu ihrer Tränke. Durch diese ungerechte Handlung wurde ich in eine schreckliche Hölle geworfen, angefüllt mit quälenden Flammen und unbezähmbaren Vögeln, deren Schnäbel aus Eisen waren. Die Erde war mit einem Sumpf bedeckt, der von dem strömenden Blut aus den zerquetschten Körpern genährt wurde und die Luft war mit den Schreien der Sünder erfüllt, die zerstückelt nach unten fielen. Da hinein geworfen und durch die starke Hitze, dem elendem Durst und von den Eisenschnäbeln hart gequält, blieb ich hundert Jahre und mehr.

Doch eines Tages geschah es, dass eine erfrischend kühle Brise zu mir kam, die mein Herz erfreute und zu jenen irdenen Behältern floss, die mit einem zähen Brei gefüllt waren. Durch seine Berührung wurden die zahllosen Beschwerden der Wesen beendet, und ich erreichte sogar diese ausgezeichnete Heiterkeit, die von den Bewohnern der himmlischen Regionen genossen wird. Wir dachten 'Was ist das?' und mit erstaunten Augen und vor Freude zitternd sahen wir in der Nähe von uns einen vorzüglichen Menschen, das Juwel seiner Rasse. Ein schrecklicher Bote von Yama, glänzend wie ein Blitz und mit dem Stab in der Hand, wartete vor ihm, und den Weg weisend sprach er: „Folge mir auf diesem Pfad.“

Doch angesichts der Hölle, die mit hundertfachem Elend gefüllt ist, sprach er voller Mitgefühl zum Boten Yamas: „Sage mir, oh Abgesandter von Yama, was für eine Ungerechtigkeit habe ich früher begangen, dass ich jetzt zu dieser schrecklichen, mit fürchterlichem Leiden gefüllten Hölle geführt werde? Ich wurde wegen meiner Gelehrsamkeit in der Familie meiner Vorfahren gefeiert. Geboren in Videha regierte ich das Volk gerecht. Ich habe viele Opfer durchgeführt und beschützte die Erde vor Ungerechtigkeit. Ich wandte mich nie vom Kampf ab, noch ging irgendein Gast enttäuscht aus meinem Haus. Ich entehrte nie meine Ahnen, die himmlischen Heiligen oder die Diener. Und ich habe niemals die Frau eines Anderen oder Reichtum begehrt. Wie die Rinder zum Futtertrog kommen, so kommen die Ahnen von selbst zu einem Menschen während eines Parva-Opfers, und die Götter zum Soma-Opfer. Die Ishta und Purta Handlungen eines Familienvaters werden unfruchtbar, wenn jene aus seinem Haus unbefriedigt davongehen. Die Seufzer der verstorbenen Ahnen zerstören das religiöse Verdienst von sieben Generationen und die Seufzer der Götter, von drei Generationen. Deshalb versuchte ich immer, die Ahnen und die Götter gemeinsam zufrieden zu stellen. Bin ich aus diesem Grund zu dieser höchst schrecklichen Hölle verdammt worden?“


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