Pushpak HarivamshaZurück WeiterNews

3.121. Die Ankunft der Armeen von Hansa und Dimvaka

Vaisampayana sprach:
Oh König, es ergriffen auch Hansa und Dimvaka ihre gewaltigen Bögen, bestiegen ihre Kampfwagen mit hohen Fahnenmasten und eilten nach Pushkara. Vor ihnen liefen die riesigen und schrecklichen Geisterwesen von Shiva mit aschebeschmierten Körpern und brüllten wie Löwen, als wöllten sie die ganze Erde verschlingen. Die Königssöhne trugen das Tripundra, die drei Aschelinien, auf ihrer Stirn, strahlten mit der Energie von Shiva und erschienen wie zwei Rudras zum Untergang der Welt. Hinter ihnen folgten hunderte Armeen, die aus zehn Akshauhinis bestanden. Mit ihnen kam auch der Dämon Vichakra, der einem Berg glich und ein mächtiger Freund von Hansa und Dimvaka war. Nicht einmal Indra, der Träger des Donnerblitzes, konnte einst vor ihm im großen Kampf zwischen den Göttern und Dämonen bestehen. Der große Vichakra schlug damals die Götter und besiegte Indra. Er hatte sogar schon gegen Vishnu gekämpft, den höchst Strahlenden, und in Dwaraka die führenden Yadavas attackiert. Oh großer König, als er nun von dieser bevorstehenden Schlacht hörte, erschien Vichakra wegen seines Hasses auf die Vrishnis mit vielen hunderten und tausenden Dämonen, die mit Eisenkeulen und anderen Waffen gerüstet waren. Und Hidimba, der Herr der Rakshasas, der jederzeit bereit war, sein Leben im Kampf zu opfern, war wiederum ein guter Freund von Vichakra und wollte Hansa und Dimvaka ebenfalls in dieser Schlacht helfen. Der Menschenfresser kam mit 88.000 Rakshasas, die mit Speeren, Keulen, Schwertern und Felsen bewaffnet waren. Als sich diese riesigen Armeen aus Dämonen und Rakshasas gegen Krishna versammelten, erschienen sie so überwältigend und höchst schrecklich, daß alle drei Welten in Furcht gerieten. Sie alle kamen, um Hansa und Dimvaka im Kampf gegen Krishna zu unterstützen.

Auch König Jarasandha hörte von der bevorstehenden Schlacht mit den Yadavas. Doch er kam Hansa und Dimvaka nicht zu Hilfe, weil er befürchtete, damit Sünde anzusammeln. Dagegen eilten alle anderen mit schnellen Schritten nach Pushkara, ließen ihr Löwengebrüll ertönen und ermunterten sich gegenseitig. Hunderte Könige versicherten den beiden Brüdern Hansa und Dimvaka: „Oh ihr Monarchen! Ich werde als Erster gegen Krishna kämpfen und ihn schlagen!“ So erreichten die Besten der Könige Pushkara, wo die Heiligen mit dem Reichtum der Askese leben. Oh König, Pushkara ist einer der heiligsten Plätze dieser Erde, der den Verdienst seiner Besucher erhöht. Es gibt Zwei, bei deren Anblick die Sünden an der Wurzel vernichtet werden, das ist Pushkara und der lotusäugige Gott. Diese beiden werden von den großen Seelen, den Heiligen und Göttern verehrt. Wahrlich, diese beiden können alle Sünden vernichten. Und an diesem Ort versammelten sich all die Könige und erblickten sowohl den höchst göttlichen Vishnu, Hari, die Verkörperung von Verdienst, als auch den heiligen Ort Pushkara, wo die Brahman-Kenner leben. Oh Bester der Könige, diese beiden sollte man stets im Geist verehren. Ach, zweifellos mußte die ganze Armee der Dämonen und Rakshasas, die sich hier versammelten hatte, untergehen. Oh Herr der Erde, so erreichte die Armee mit vielen Pauken, Trommeln, Trompeten und den Schlachtrufen der Rakshasas das Ufer des Pushkara Sees, und alle erblickten den Gott der Götter, der kampfbereit vor ihnen stand.


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